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Herr Thomas Hoppe
E-Mail: hoppe@schuelerkarriere.de
Telefon: 0511-849 029 16

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„Ich bin an der Bürokratie fast verzweifelt“

Interview mit Thomas Hoppe, Geschäftsführer von Schülerkarriere

Thomas Hoppe hat auf dem G20-YEA-Summit in Berlin sein Start-up Schülerkarriere vorgestellt. Im Interview spricht er über sein Geschäftsmodell, die Schwierigkeiten, an Fördergelder zu kommen, störende Buchhaltung und den Erfolg, der selbst im Scheitern liegt.

Wie funktioniert Schülerkarriere?

Thomas Hoppe: Wir helfen Schülern dabei, den Sprung von der Schule in die Ausbildung oder in das Studium zu schaffen. Dafür können wir auf über 2500 Schul-Monitore zugreifen, auf denen wir im Hauptbild die Stundenpläne zeigen. Daneben laufen die regionalen und überregionalen Stellenangebote von Unternehmen oder Universitäten, die Azubis bzw. Studenten suchen.

Mit diesen Werbeangeboten und unserem klassischen Karriereportal verdienen wir Geld. Wir erreichen momentan allein in Deutschland über 2,5 Millionen Schüler.

Was waren die größten Stolpersteine, die Sie bei der Gründung Ihres Unternehmens überwinden mussten?

Hoppe: Die Bürokratie und Finanzierung. Ich bin an den langsamen bürokratischen Abläufen fast verzweifelt. Darüber hinaus wollte mir meine Hausbank kein Geld geben. Sie hat einfach nicht an mein Geschäftsmodell geglaubt. Über mehrere Ecken bin ich dann an Fördergelder gekommen. Und schließlich hat auch meine Familie geholfen.

Es gab Momente, in denen ich nicht wusste, wie ich die Miete und meine Mitarbeiter bezahlen soll. Aber gerade diese Tiefpunkte haben mir geholfen, die erfolgreichen Phasen wertzuschätzen.

Was wünschen Sie sich von der Politik, damit es junge Gründer leichter haben, ihre Geschäftsidee in die Tat umzusetzen?

Hoppe: Sie muss die Bürokratie abbauen und das Steuer- und Versicherungssystem für Start-ups in den ersten zwei Jahren vereinfachen. Ich hatte keine Einnahmen, musste aber trotzdem meinen vollen Krankenkassenbeitrag zahlen, buchhalterische Aufgaben erledigen und einen komplizierten Jahresabschluss aufstellen.

Und: Die Bilanzierung immaterieller Wirtschaftsgüter ist unzureichend. Unsere Website erreicht beispielsweise 500.000 Schüler. Trotzdem können wir sie nur mit den Anschaffungskosten von etwa 40.000 Euro bilanzieren und kontinuierlich abschreiben. Da stimmt etwas nicht.

Was braucht ein Gründer, um heute erfolgreich zu sein?

Hoppe: Zeit, Geduld, Nerven und Durchhaltevermögen – auch wenn das Geld mal knapp ist oder gar keines da ist. Die Idee ist nicht das Wichtigste, sondern die Kraft, an sie zu glauben und sie in die Tat umzusetzen.

Mein Tipp für andere Gründer ist ganz einfach: Probiert es aus! Und selbst, wenn ihr scheitert, ist das ein Erfolg. Ihr habt etwas gelernt und euch ein spannendes Netzwerk aufgebaut.

 

Mehr Informationen auf www.schuelerkarriere.de

oder per Mail an kontakt@schuelerkarriere.de

Quelle: http://www.ey.com/de/de/issues/business-environment/ey-g20-insights-ich-bin-an-der-buerokratie-fast-verzweifelt // 30.06.2017

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„Der INVEST-Zuschuss diente als Hebel“

Interview mit Thomas Hoppe und Christian Beig

Beim Kongress Junge IKT-Wirtschaft im Mai in Berlin wurde die 1000. INVEST-Bewilligung überreicht. Grund für uns, einmal zurückzublicken und zu schauen, was aus dem Unternehmen wurde, das die allererste Bewilligung im Jahr 2013 erhielt. Mit BAND sprachen Thomas Hoppe (Foto), Geschäftsführer von Schülerkarriere sowie Business Angel Christian Beig.

Herr Hoppe, mittlerweile zwei Jahre ist der INVEST-Zuschuss alt. Sie waren das erste Unternehmen, das einen Bewilligungsbescheid erhielt. Wie haben Sie so früh vom Zuschuss für Wagniskapital erfahren?

Thomas Hoppe: Vor gut zwei Jahren standen wir gerade in Verhandlungen mit unserem ersten Investor und hatten parallel dazu mit der NBank sowie dem BAND Kontakt aufgenommen, um über diese Wege uns bei potenziellen Investoren vorstellen zu können. Im Rahmen dieser Gespräche haben wir vom INVEST-Zuschuss, damals noch Investitionszuschuss für Wagniskapital, erfahren. Mit Hilfe des Zuschusses haben wir es geschafft, unsere Verhandlungsposition gegenüber dem Investor zu stärken und die beabsichtigte Investitionssumme um mehr als 1/3 zu erhöhen. Der Zuschuss diente somit als Hebel, da der Investor nicht nur den Kick-back direkt mit investierte sondern die Summe noch großzügig aufrundete.

Der damalige Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler überreicht im Jahr 2013 die erste Bewilligung im INVEST-Programm.

Wie steht Ihr Unternehmen heute da, welche Erfolge hat Schülerkarriere vorzuweisen?

Thomas Hoppe: Nach ersten Anlaufschwierigkeiten gehören wir mittlerweile zu einem der bundesweit größten Schüler-Netzwerke und erreichen digital als auch vor Ort in den über 600 Schulen gesamt knapp 1 Mio. Schüler. Durch diese Kombination aus klassischem Online-Portal mit einem individuellen Beratungskonzept vor Ort in den Schulen gehen wir einen neuen und sehr interessanten Weg, um den Schülern beim Übergang Schule-Beruf/Studium behilflich zu sein. Dazu arbeiten wir mit Dax-Konzernen ebenso wie mit KMUs als auch staatlichen und privaten Hochschulen zusammen, um den Schülern ein breites Angebot präsentieren zu können.

Mit ihren Business Angels stehen Sie nach wie vor in regem Austausch. Was hat Sie ursprünglich dazu bewogen, überhaupt auf privates Beteiligungskapital zu setzen?

Thomas Hoppe: Aus meiner Sicht liegt der größte Vorteil eines Business Angels gegenüber der klassischen Finanzierung einer Bank oder auch eines VCs darin, dass man gerade nicht nur Geld und strenge Auflagen bekommt, sondern vor allem auch Ratschläge, Feedback und Netzwerk. Unser Investor hat Interesse die Firma mittel/langfristig erfolgreich aufzubauen und nicht nur auf einen kurzfristigen Erfolg abzuzielen. Wir sind sehr froh, einen solchen Investor gefunden zu haben, der an die Idee, die Leute im Team und das Potenzial des Marktes glaubt und mit uns gemeinsam eine erfolgreiche Firma aufbaut.

Herr Beig, haben Sie auch bei anderen Beteiligungen den INVEST-Zuschuss genutzt? Ist er vielleicht sogar ein Kriterium, das mitentscheidend für ein Investment sein kann?

Christian Beig: Bisher habe ich erst einmal den INVEST-Zuschuss in Anspruch genommen und Schülerkarriere war auch das erste private Investment von mir in ein junges Start-up. Der Zuschuss war für mich nicht der treibende Grund überhaupt zu investieren, aber er hat meine Bereitschaft gestärkt, mehr als eigentlich geplant zu investieren.

Welche Ratschläge können Sie Start-ups geben, die auf der Suche nach einem Business Angel sind?

Christian Beig: Prüfen Sie genau wen Sie sich mit an Bord holen. Geld alleine bringt nicht viel, sondern das Engagement, die Leidenschaft für die Idee und das Team sind wichtig. Außerdem ist auch Motivationsfähigkeit, die Firma mittragen zu wollen, aus meiner Sicht entscheidend, was bei mir bei Schülerkarriere der Fall war. Hier gilt der Spruch: „Prüfe wer sich ewig bindet“, denn eine Beteiligung kann schwieriger als eine Ehe werden und Spannungsfelder wird es auf jeden Fall geben, die es gilt auszustehen und gut bewältigen zu können.

Mit dem INVEST-Zuschuss ist ein Werkzeug etabliert, das jungen Unternehmern hilft, private Investoren für sich zu gewinnen. Was würden Sie sich außerdem seitens der Politik wünschen, damit Angel Investing für Sie attraktiv bleibt/ für andere attraktiv wird?

Christian Beig: In diesem Bereich kann noch einiges getan werden, gerade wenn man sich die Situation in England oder den USA anschaut, wo es deutlich leichter ist in junge Unternehmen zu investieren, da spielt auch der Punkt der Abschreibung von Verlusten eine wichtige Rolle.

Zu guter Letzt: Nach der Finanzierungsrunde ist vor der Finanzierungsrunde. Ist Schülerkarriere momentan auf der Suche nach weiteren Angels? Welche Ziele haben Sie sich für Ihr Unternehmen gesetzt, Herr Hoppe?

Thomas Hoppe: Das ist richtig, nach der Finanzierung ist vor der Finanzierung. Wir sind in den letzten Jahren gut gewachsen, haben unseren Umsatz im letzten Jahr verdreifacht, dieses Jahr sieht es nach einer Verdopplung aus und wir kommen gut voran. Nichtsdestotrotz haben wir noch einiges geplant, in den kommenden Wochen kommen zwei neue Bereiche bei Schülerkarriere hinzu, die sehr großes Potenzial mit sich bringen und wir stehen aktuell mit zwei großen Partnern in Verhandlung über strategische Partnerschaften. Da wir aber in den kommenden Monaten noch einmal vor allem im Vertrieb und die IT investieren wollen/müssen, suchen wir hierfür einen Investor, der sowohl einen kleinen 6-stelligen Betrag investiert und vor allem ein spannendes Netzwerk und Kontakte mitbringt, letzteres finde ich strategisch gesehen deutlich wichtiger und das finanzielle mehr als „Eintrittskarte“ oder Beweis des Interesses und dem Glauben an die Idee.

Mehr Informationen auf www.schuelerkarriere.de

oder per Mail an kontakt@schuelerkarriere.de

Mit Thomas Hoppe und Christian Beig sprach BAND Projektmanager Matthias Wischnewsky

Quelle: http://www.business-angels.de/der-invest-zuschuss-diente-als-hebel/ / 03. August 2015

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15 Fragen an T. Hoppe von Schülerkarriere
“Nicht den Glauben an die eigene Idee verlieren”

Jeden Freitag beantwortet ein Gründer oder eine Gründerin unseren standardisierten Fragebogen. Der Fragenkatalog lebt von der Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Fragen, die alle Gründerinnen und Gründer beantworten müssen – diesmal antwortet Thomas Hoppe von Schülerkarriere.de.

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein?
Die Möglichkeit zu haben neue Ideen umzusetzen und direkt vom Erfolg des eigenen Handels zu partizipieren.

Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?
Ich musste mir nach meiner Schulzeit, alle Informationen für jede vakante Stelle eigenständig heraussuchen und daraufhin meine Bewerbung auf die Position anpassen, was mir viel zu aufwändig war und mich gelangweilt hat.

Dies möchte ich allen kommenden Schulabsolventen ersparen. Das Projekt Schülerkarriere wurde erst als fiktives Unternehmen im Rahmen meines Studiums gestartet und danach erst 2010 im ersten Anlauf und dann 2012 erfolgreich umgesetzt.

Woher stammte das Kapital für Ihr Unternehmen?
Die ersten Gelder kamen von den Gründungsmitgliedern, sowie durch die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb Gründercampus Niedersachsen. Danach kamen durch den ersten Investor, die ersten Kunden und den beiden folgenden Investoren das Geld zur Realisierung von Schülerkarriere zusammen.

Was waren bei der Gründung Ihres Start-ups die größten Stolpersteine?
Den Glauben an die eigene Idee nicht zu verlieren, auch wenn Familie, Freunde und sogar die ersten Mitgesellschafter den Erfolg in Frage stellen sowie die finanzielle Durststrecke zu überwinden, bis das Geschäftsmodell sich etabliert hat.

Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen?
Ich würde mir bei der Auswahl meiner Gesellschafter mehr Zeit nehmen, um wirklich motivierte Kollegen dabei zu haben, die genauso für die Idee „brennen“ wie man selbst und ich würde mich früher um mögliche Finanzierungsmöglichkeiten bemühen, um eine ausreichende Kapitalbasis zum Anschub zu haben.

Jedes Start-up muss bekannt werden. Welche Marketingspielart ist für Sie besonders wichtig?
Auf Grund unserer Zielgruppe der Schüler sind wir im Online-Bereich u.a. über Social Media aber auch bereits bekannte Portale wie Abiunity aktiv indem wir mit denen Kooperationen haben und uns gegenseitig vorstellen und bekannt machen. Ansonsten nutzen wir persönliche Kontakte und auch die direkte Ansprache vor Ort in den Schulen oder über Netzwerke wie Lehrer oder Eltern-/Schülerverbände, um neue Schüler zu generieren.

Welche Person hat Sie bei der Gründung besonders unterstützt?
Im Grund waren es die Familie, Freunde und Bekannte, die mehr oder minder stark an die Idee geglaubt haben und mich teilweise auch gerade mit ihrer Skepsis und ihren Vorbehalten motiviert haben es erst recht zu probieren!

Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg?
Man sollte sich nicht zu leicht von der eigenen Idee abbringen lassen.
Wenn man dran glaubt, eine gute Vorbereitung hat und „Feuer und Flamme“ für die Idee ist, kann man es auch schaffen. Widerstände und Kritik sind dafür dar, daraus zu lernen und wenn nötig, den Weg leicht zu korrigieren, um erfolgreich zu werden.

Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihm wünschen?
Die Bürokratie weiter abzubauen. Die Gründung einer Firma und auch die Beschaffung von Kapital ist immer noch zu aufwendig und schreckt viele potenzielle Gründer ab, eine Idee umzusetzen, wobei wir dringend innovative und erfolgsversprechende Gründungen benötigen!

Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie kein Start-up gegründet hätten?
In die Unternehmensberatung gehen, da für mich das „Mitgestalten und Verbessern“ von bestehenden, teilweise veralteten Verfahren/Abläufen spannend ist.

Bei welchem deutschen Start-up würden Sie gerne mal Mäuschen spielen?
Ich hätte früher, in der Hochzeit, gerne einmal bei Studi-VZ reingeschaut.

Sie dürften eine Zeitreise unternehmen: In welche Epoche reisen Sie?
Ich würde in die Zukunft reisen, um zu sehen wie die Welt in 50 oder 100 Jahren aussieht.

Sie haben eine Million Euro zur persönlichen Verfügung: Was machen Sie mit dem ganzen Geld?
Sowohl in die Firma als auch in die bereits vorhandenen weiteren Ideen investieren und einen kleinen Puffer für schlechte Zeiten zurücklegen.

Wie verbringen Sie einen schönen Sonntag?
Aufstehen, joggen oder zum Fitness gehen, frühstücken und dann mit Freunden in der Sonne in einer Bar/einem Café sitzen und über spannende Geschäftsideen diskutieren.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden?
Beruflich mit Marc Zuckerberg und privat dann doch eher mit Keira Knightley.

Im Fokus: Weitere Fragebögen in unserem großen Themenschwerpunkt 15 Fragen an

Zur Person:
Thomas Hoppe ist Gründer von Schülerkarriere.de, einer Plattform, die bei der Suche nach einem Studienplatz oder einer Ausbildung hilft. Er absolvierte ein duales Studium in Business Administration zunächst in Hannover, später an der FH Vechta. Erste Berufserfahrungen sammelte er unter anderem bei Absolventa, ehe er sich bereits 2010 selbstständig machte.

Quelle: http://www.deutsche-startups.de/2015/03/27/wir-nutzen-die-direkte-ansprache-den-schulen-oder-ueber-netzwerke/ / 27. März 2015

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Orientierung für Schüler – Interview mit Thomas Hoppe von Schülerkarriere

Wer denkt, Jugendliche hätten nur Flausen im Kopf, wird bei Schülerkarriere und Abiunity eines Besseren belehrt. Über 280.000 Gymnasiasten, Real- und Hauptschüler nutzen die Portale, um sich einerseits auf das Abitur vorzubereiten und andererseits Kontakte für Praktika, Nebenjobs oder sogar dem Berufseinstieg bzw. das Studium zu knüpfen.

Auf der Arbeitgeber- und Hochschulseite gehören namhaften Unternehmen wie TUI, Deutsche Bank oder Siemens, aber auch die FOM, MSH, Hochschule Bremen zu den Partnern der Initiative.

Anne Schwerin hat Gründer Thomas Hoppe dazu zur Idee und seinen Erfahrungen als junger Unternehmer befragt.

Hallo Thomas, danke, dass du dir Zeit für Junge Gründer nimmst. Bitte berichte unseren Lesern kurz mit eigenen Worten, wer du bist und worin genau eure Dienstleistung besteht.

Ich bin Thomas Hoppe, 26 Jahre aus Hannover, Gründer und Gesellschafter der Firmen Schülerkarriere und der Abiunity. Bereits während meines dualen BWL-Studiums im Jahr 2010 kam mir die Idee zu Schülerkarriere, da mir selbst der Bewerbungsprozess zu aufwändig und kompliziert war, Ökonomen sind ja von Haus aus zeiteffizient.

Unsere Kernidee liegt darin, dass Schüler sich bei uns kostenfrei ein Profil erstellen und sich mit diesem Bewerbungsprofil bei allen Unternehmen und Hochschulen gleichermaßen, bundesweit bewerben oder noch leichter von Unternehmen gefunden werden können, also Angebote für eine Ausbildung, Praktikum oder Studium erhalten.

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So richtig los ging es bei Schülerkarriere erst im zweiten Anlauf. Was genau ist da passiert und wie kam es dazu, dass die zweite Gründung jetzt wesentlich erfolgreicher ist?

Meine erste Gründung erfolgte direkt nach meinem Bachelor – damals noch mit zu wenig Branchen- beziehungsweise Unternehmenserfahrung, einer Idee im Kopf, die noch nicht 100 Prozent ausgereift war und keinem wirklichen Kapital. Nach gut einem Jahr habe ich dann die Firma erst einmal komplett eingestellt und bei Absolventa in Berlin sowie danach noch bei Hays in Hamburg Erfahrung gesammelt, um Mitte 2012 die Firma neu zu gründen. Diesmal war ich besser vorbereitet, hatte zudem noch knapp 20.000 Euro Fördergelder der EU und des Landes Niedersachsen im Rücken und bereits nach gut fünf Monaten den ersten Investor an Bord.

Durch meine private Beteiligung Anfang 2014 am größten Abiturientenportal www.abiunity.de erhielt Schülerkarriere auf einen Schlag die Möglichkeit, alle Angebote unserer Kunden bei damals über 150.000 Schülern, aktuell über 280.000, vorzustellen. Durch diesen Traffic konnten wir schnell große Kunden wie Siemens, TUI und Postbank für uns gewinnen und dann zum September 2014 auch einen strategisch wichtigen zweiten Investor für das Projekt begeistern.

Wo war für dich der Punkt, an dem du dir gesagt hast, dass für dich nur selbständige Arbeit in Frage kommt?

Bereits während meines dualen Studiums habe ich zusätzlich nebenbei im Finanzvertrieb auf selbstständiger Basis gearbeitet und fand die Möglichkeit, meinen Erfolg finanziell sowie in Hinblick auf die eigene Zeiteinteilung selbst zu bestimmen, sehr attraktiv. Als Angestellte fühlte ich mich „eingeengt“, konnte neue Ideen nur sehr umständlich einbringen und umsetzen. Außerdem waren mir die starren Konzernstrukturen viel zu behäbigen und deutlich zu langsam.

Auf der anderen Seite bin ich es durch meine Zeit als Leistungssportler gewohnt, für meine Ziele zu kämpfen und dies hilft mir auch jetzt wieder, da die ersten Jahre einer Selbstständigkeit entbehrungsreich und nicht gerade einfach sind.

Wie gut hat dich dein Studium auf die spätere Gründung vorbereitet?

Ich denke, dass ein gesundes ökonomisches Grundverständnis mir bei der Gründung, gerade beim Schreiben des Businessplanes oder den Gesprächen mit Investoren und Förderbanken geholfen hat, ich aber auch ohne mein BWL-Studium die Selbstständigkeit gewagt hätte, dann aber eventuell mit einem Coach. Aus meiner Sicht sind die praktische Erfahrung sowie das Netzwerken mit anderen Gründern und Investoren wichtiger als das Studium selbst.

Siehst du dein junges Alter heute eher als Vorteil oder als Nachteil an?

Zu Beginn war es ein Nachteil, da mich die Unternehmen und Hochschulen mehr als Bewerber, denn als Partner oder Dienstleister wahrgenommen haben. Mittlerweile würde ich sagen, kann ich mich recht gut behaupten und nutze mein junges Alter als Vorteil, zum Beispiel wenn ich die Sprache der Schüler spreche.

Lieber Thomas, danke bis hier her. Nun nochmal genauer zu Schülerkarriere. Wie überzeugt ihr Eltern und Lehrer, die meinen, dass Schüler sich lieber auf den Unterricht konzentrieren sollten?

Indem wir Teil des Unterrichts werden. Über unser Netzwerk von 15 professionellen Coaches geben wir vor Ort in den Schulen hilfreiche Seminare und Coachings zu diversen Themen wie Berufsorientierung, Vorbereitungsseminare zu AC, Tests und Gesprächen, wodurch wir den Schülern helfen, den Übergang zum Beruf beziehungsweise Studium bestmöglich zu bewältigen. In vielen Schulen sind wir so fester Bestandteil des Unterrichts geworden und bauen dies stetig aus.

Wir sehen in der gezielten, individuellen Beratung einen deutlichen Mehrwert im Gegensatz zum reinen Online-Angebot, da viele Schüler nicht wissen, was sie machen wollen und können. Nicht ohne Grund gibt es jedes Jahr viel zu viele Ausbildungs- und Studienabbrecher oder unbesetzte Lehrstellen trotz vieler Schüler, die keinen Platz gefunden haben.

Und wie stehst du zum Thema Selbstoptimierung? Sollte man Jugendlichen nicht noch Zeit geben, zu sich zu finden, anstatt sie gleich in so ein Leistungssystem einzuschleusen?

Diese Frage ist schwer zu beantworten. Ich selbst konnte es nach der Schule kaum abwarten, bis es mit dem Studium und der Arbeit losging. Ich bin es auch durch den Leistungssport gewohnt, mich stetig einem Leistungsdruck zustellen. Für mich wäre eine Gesellschaft ohne Leistungssystem langweilig, da ich auch immer wieder neue Anreize brauche, um mich motivieren zu können.

Es gibt aber auch einige Schüler, die nicht genau wissen, wo ihre Reise hingeht, welcher Bereich zu ihnen passt oder was auch gerade nicht zu ihnen passt. Gerade für die Unentschlossenen finde ich ein Orientierungsjahr, eine Auslandsreise oder anderweitig die Zeit sinnvoll zu verbringen, um sich zu orientieren, gut.

Du hattest Gelegenheit, euer Startup Politikern wie Ursula von der Leyen, Phillip Rösler oder Sigmar Gabriel vorzustellen. War das nicht unglaublich aufregend und wie kam eure Idee dort an?

Es war spannend, mit den Ministern zu sprechen und sich auch von den Personen ein eigenes Bild zu machen. Hier fand ich das Gespräch mit Herrn Rösler besonders interessant, der ganz locker in Sneakers und Sakko ankam. So hätte ich den damaligen Wirtschaftsminister nicht erwartet. Es hat ihn aber auch menschlich und freundlicher gemacht, als man sich einen Minister vorstellt.
Unsere Idee kam gut an, wobei die Zeit zum Reden und der Vorstellung leider sehr knapp getaktet waren, aber ein zwei gute Ideen konnten ausgetauscht werden.

Was kannst du nach deiner eigenen Erfahrung anderen jungen Gründern raten?

Wenn ihr an eure Idee glaubt, ihr das Potenzial seht, ihr überzeugt seid, dass sie funktionieren kann und ihr auch bereit seid, euch dafür einzusetzen und vor viel zu kurzen Nächten nicht scheut, probiert es – es wird sich lohnen. Lasst euch nicht zu sehr von anderen reinreden, die mitunter einfach selbst keine Erfahrung mit der Selbstständigkeit haben, den Markt den ihr besetzen wollt gar nicht kennen und vielleicht einfach nur negativ allem Neuen gegenüber eingestellt sind.

Ich selbst wurde zu Beginn der zweiten Gründung von vielen Seiten belächelt und mir wurden maximal drei Monate gegeben, bis die Firma pleite sei. Nun bestehen wir rund zwei Jahre, geben rund 10 Kollegen einen Arbeitsplatz und wollen mit unserem neuen Investor weiter wachsen.

Thomas, wir danken dir für das spannende Interview. Möchtest du unseren Lesern noch ein Schlusswort geben?

„The American Dream“ muss nicht nur ein Traum sein, sondern kann zum Erfolgskonzept „Gründung made in Germany“ werden. Wir brauchen mehr junge, engagierte und innovative Gründer in ganz Deutschland, gerne auch in Hannover – die aktuellen Voraussetzungen sind eigentlich besser denn nie.

Quelle: http://www.junge-gruender.de/interviews/thomas-hoppe-schuelerkarriere/ / 30. Oktober 2014

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Abiturienten nutzen ihre Chance

Schülerkarriere und Abiunity haben eine repräsentative Studie zu den Zukunftsplänen der Abiturienten erstellt. Die Ergebnisse der Umfrage geben Einblicke in eine Jugend, der alle Türen offen stehen.

In diesen Wochen war es wieder so weit und die letzten Abiturprüfungen wurden geschrieben. Zur Vorbereitung auf die Klausuren zählt seit sechs Jahren Abiunity mit seinen über 280.000 registrierten Abiturienten unumgänglich hinzu. Der Gründer des Portals, Julius Planteur, wollte sich dieses Jahr ein Bild von der Zukunftsplanung „seiner Schützlinge“ machen und hat zu diesem Zweck eine Umfrage initiiert. Teilgenommen haben knapp 13.000 Abiturienten innerhalb von zwei Wochen.

Dabei kam heraus, dass über die Hälfte (53%) der bundesweiten Teilnehmer der Studie bereits einen Studien- oder Ausbildungsplatz gefunden haben und weitere 32% nutzen die Zeit nach dem Abitur, um Erfahrung zu sammeln, beispielsweise in Form eines Auslandsaufenthalts (12,30%) oder eines freiwilligen sozialen Jahres. Diese Umfrage widerlegt den Grundtenor, dass die Schüler ratlos und ohne Ziel in die Zukunft schauen, denn nur knapp 14% aller Befragten gaben an, noch keine Pläne für die Zeit nach der Schule gemacht zu haben.
Um dieser Orientierungslosigkeit direkt entgegenzuwirken bzw. sie gar nicht erst aufkommen zu lassen, haben beide Portale, schuelerkarriere.de und abiunity.de, eine Allianz gebildet. Sie bieten den Schülern kostenfrei und bundesweit eine Informationsplattform für Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten mit direkter Bewerbungsfunktion an.

Quelle: eigene Pressemitteilung / 02. Juni 2014

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Orientierung im Chancendschungel

Die Messe „Beruf und Bildung“ informiert über berufliche Perspektiven. Seit Freitag hilft die Messe im HCC den künftigen Auszubildenden oder Studierenden dabei, sich im Chancendschungel besser zu recht zu finden.

Hannover. Der Strom an jungen Menschen, ausgestattet mit Tüten und Taschen voller Infomaterialien, nimmt kein Ende. Das Kongresszentrum ist fest in Schülerhand. „Ich möchte mich nach einer Alternative für eine Kochausbildung umschauen“, sagt Roy Frömmert. Der 16-Jährige findet: „Die Messe ist die beste Gelegenheit, einen Großteil der Angebote auf einen Blick zu sehen – Beratung inklusive.“ Sein Freund Leon Schiffling möchte sich vor allem über den Berufsalltag eines Sanitäters informieren.

„Ich wurde sehr gut beraten“, freut sich der Schüler. Die Messe „Beruf & Bildung – Die Arbeitswelt 21“, von Oberbürgermeister Stefan Schostok am Freitagmorgen eröffnet, ist etablierte Anlaufstelle für den Nachwuchs von morgen und Kontaktplattform vor allem für Schüler und Arbeitgeber. An diesem Sonnabend öffnet die Veranstaltung erneut von 10 bis 16 Uhr.

Ein Studium? Oder doch eine Ausbildung? Welche Voraussetzungen muss ich für welchen Job erfüllen? Schüler stellen sich nach ihrem Abschluss viele derartige Fragen. Die Vielzahl der Chancen und Möglichkeiten scheint schier überwältigend. Die Messe soll den künftigen Auszubildenden oder Studierenden dabei helfen, sich im Chancendschungel besser zu recht zu finden. Experten aus den Bereichen Handwerk, Dienstleistung, Industrie, von Kammern und Verbänden sind an Ständen vertreten. Ebenfalls präsentieren sich Hochschulen und private Bildungsanbieter.

Weiterer wichtiger Bestandteil der Messe ist ein umfangreiches Beratungsangebot – von Tipps für das erste Bewerbungsgespräch über den Schnellcheck der Bewerbungsunterlagen. Ein buntes Beiprogramm und diverse Mitmachaktionen komplementierten das Aufgebot. Von den Feldjägern bis zur Deutschen Rentenversicherung – die jungen Messebesucher lobten gestern besonders das breite Angebot.

Niels Weidemann, Schüler der KGS Neustadt, führt zusammen mit seinen Klassenkameraden seine Altersgenossen als so genannter Scout über das weitläufige Ausstellungsgelände. „Große Unternehmen stehen hoch im Kurs, danach wird oft gefragt“, sagt er. Mitschüler Jimmi Haß sagt: „Auch für uns Scouts ist die Betreuung der Gäste eine gute Vorbereitung für das Berufsleben. Das Kommunizieren ist in jedem Beruf von großer Bedeutung.“ Eine endgültige Entscheidung haben wohl die wenigsten Besucher getroffen – aber wichtige Eindrücke hinzugewonnen.

Quelle: haz.de / 28. Februar 2014

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Philipp Rösler investiert in „Business Angel“

„Beig unterstützt das Start-up Schülerkarriere.de der beiden Wirtschaftsstudenten Thomas Hoppe (25) und Marcel Fürle (23). Schülerkarriere.de ist eine Homepage, die Schüler und Unternehmer – und somit potenzielle Azubis und Ausbilder – vernetzt. Das Projekt wurde erst als fiktives Unternehmen im Rahmen eines Hochschulkurses gestartet, dann im Raum Hannover realisiert. Nun, mit der Hilfe von Investor Beig, soll die Plattform bundesweit ausgebaut werden. Beig will nicht nur mit Geld dabei sein: „Die Jungs stehen hier am Anfang ihrer Arbeit, da möchte ich mich gerne einbringen.“

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Quelle: tagesspiegel.de / 04. Juni 2013

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Quelle: Leine Nachrichten (Print) / 26. Februar 2013

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Jungunternehmer schnuppert Berliner Politikluft

Gespräch mit von der Leyen und Flachsbarth über Ausbildungssituation Jugendlicher

„Es gibt im Grunde kaum grundsätzliche Unterschiede zwischen der parlamentarischen Arbeit im Stadtrat und im Bundestag, nur dass in Berlin alles viel größer und komplizierter ist als in Laatzen und es im Haushalt um Millionen, ja eher Milliarden- und nicht nur Tausenderbeträge geht“, so Hoppe.
Der Unternehmer begleitete die heimische Abgeordnete Flachsbarth zu Sitzungen des Umweltausschusses, des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses Gorleben, den Frau Flachsbarth als Vorsitzende leitet, zu einer Fraktionssitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und zu verschiedenen Veranstaltungen von Interessensverbänden und Parlamentskreisen, wie der Stiftung Marktwirtschaft oder dem BDKJ, Bund der katholischen Jugend.
Am Rande der Fraktionssitzung hatte Thomas Hoppe zudem Gelegenheit, mit der Sozialministerin Dr. Ursula von der Leyen, MdB über die Ausbildungssituation Jugendlicher zu sprechen. Hoppe diskutierte mit ihr, welche Verbesserungen Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Unternehmer durch sein innovatives Ausbildungsportal „Schülerkarriere“ erfahren. Die Ministerin sowie Frau Flachsbarth waren interessiert an der neuartigen Möglichkeit der Jobsuche über das Internetportal für Schüler.
„Ich halte die Idee und das Engagement von Herrn Hoppe für sehr bemerkens- und unterstützenswert, da so Schülerinnen und Schülern in Niedersachsen der Einstieg in das Berufsleben erleichtert und mitunter erst ermöglicht wird. Deshalb werde ich gern eine Patenschaft für „Schülerkarriere“ übernehmen“, so Flachsbarth. „Dass Thomas Hoppe als Laatzener Stadtrat und Vorsitzender der Jungen Union eine Parlamentsarbeitswoche im Bundestag erleben wollte, war eine gute Idee. So hat der Jungpolitiker u.a. erfahren können, dass Kommune, Land und Bund sich gleichermaßen an Schuldenregeln halten müssen.“

Quelle: Flachsbarth.info / 13. Februar 2012

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