Mündliche Prüfungen, für viele eine Horrorvorstellung

mündliche Prüfung
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Vielen Schülern graut es schon wenn sie nur an eine mündliche Prüfung denken. Aber was macht mündliche Prüfungen eigentlich bei so vielen zur Horrorvorstellung und wie meistert man sie trotzdem?

 

Sind mündliche Prüfungen für dich auch das Schlimmste was passieren kann? Dann versuchen wir dir mit diesem Blogbeitrag zu helfen, damit du besser mit der Ausnahmesituation zurecht kommst.

 

Die Hände sind feucht, das Oberteil schon durchgeschwitzt, ehe es losgeht, im Magen rumort es, du bist dir sicher, dass du dich gleich übergeben musst und der Kloß im Hals wird immer dicker. Dann geht es rein in den Prüfungsraum, mehrere Prüfer sitzen dort und starren dich an, spätesten jetzt, ist dein Kopf wie leer gefegt und du bist froh, wenn dir einfällt wie du eigentlich heißt. So oder so ähnlich dürfte es vielen gehen, noch bevor die Prüfung richtig begonnen hat. Nur warum ist das so? Viele sagen es liegt daran, dass man in mündlichen Prüfungen wenig Zeit hat, sich Antworten zu überlegen, dazu kommen Prüfer, die einen anstarren und die Angst vorm Blackout.
Aber das sind nur Auswirkungen des eigentlichen Problems. Alles was bei einer mündlichen Prüfung schief laufen kann, lässt sich auf  zu wenig Erfahrung mit dieser Art von Prüfung zurückführen. Denn wie oft in deiner Schule-, Ausbildungs- und Studienlaufbahn begegnen dir mündliche Prüfungen? Richtig nicht grade oft, außer ein paar Referaten und Vorträgen brauchst du keine mündlichen Prüfungen zu absolvieren und ein Referat zählt oft wenig bis gar nicht in die eigentliche Note. Die erste wirklich wichtige mündliche Prüfung steht für die meisten erst zum Schulabschluss an und dann ist die Nervosität groß. Horrorgeschichten von Freunden, Mitschülern, Kommilitonen oder älteren Geschwistern  machen es nicht besser. Niemand will hören, dass im letzten Jahr jemand mit Null Punkten durchgefallen ist, weil die Prüfer richtig gemeine Fragen gestellt haben oder das jemand vor den Prüfern angefangen zu heulen.

Pruefung

Um eine mündliche Prüfung trotzdem zu meistern gibt es ein paar einfache Methoden. Als erstes solltest du versuchen so viel Übung wie möglich zu bekommen, da heißt Vorträge halten. Zu Beginn am besten vorm Spiegel, achte dabei vor allem auf deine Rhetorik,  deine Mimik und Gestik Dein Vortag sollte immer so gestaltet werden, dass deine Zuhörer dir gerne zuhören, also solltest du versuchen deinen Text nicht einfach nur runter zu leiern und dabei die Wand anzustarren. Außerdem solltest du lächeln oder zumindest freundlich gucken und eine ruhige offene Körperhaltung haben, nervöses gezappel oder hochgezogene Schultern und den Blick zu Boden gerichtet solltest du unbedingt vermeiden. Du übst so lange vorm Spiegel bis du einen Vortrag frei und ohne Fehler halten kannst. Im nächsten Schritt solltest du vor kleinen Gruppen üben, zu Anfang reichen schon zwei bis drei Personen, die sich deinen Vortrag anhören, im weiteren Verlauf können es ruhig mehr Personen werden.

 

Wenn du dich sicher in deiner Vortragsweise fühlst und dir sicher bist, dass du auch unter Stress einen soliden Vortrag halten kannst, dann folgt der nächste Schritt. Versuche so viel wie möglich über die anstehende mündliche Prüfung heraus zu finden. Das heißt nicht, dass du irgendwelchen Horroreschichten von Mitschülern oder Kommilitonen glauben solltest, versuche seriöse Quellen zu finden, die dir realistisch erzählen können wie die Prüfung abläuft, um dir die Angst zu nehmen. In diesem Punkt können auch Lehrer oder Dozenten hilfreich sein. Natürlich wird dir niemand sagen, was alles in der Prüfung dran kommt, aber du solltest immer danach fragen, wie der allgemeine Ablauf der Prüfung ist. Du könntest zum Beispiel fragen, wie viele Leute mit im Prüfungsraum sein werden? Oder wie der grobe zeitliche Ablauf ist.  

 

Im letzten Vorbereitungsschritt, geht es ums lernen der Prüfungsinhalte. Es empfiehlt sich rechtzeitig mit dem Lernen an zu fangen, denn es hat keinen Sinn alle relevanten Inhalte in wenigen Tagen ins Kurzzeitgedächtnis zu pauken, dann ist der Blackout unter Stress quasi vorprogrammiert. Natürlich ist es nicht immer möglich Monate im voraus mit dem lernen an zu fangen, aber mindesten sechs bis vier Wochen vorher solltest du starten.
Bei einer mündlichen Abschlussprüfung an der Schule weißt du schon frühzeitig in welchem Fach du geprüft wirst und bekommst eine Auswahl an Themen aus denen du wählen kannst. An der Hochschule sind mündliche Prüfungen meist Ergänzungsprüfungen oder das Kolloquium, nach der Bachelorarbeit.
Für eine Ergänzungsprüfungen solltest du dich intensiv vorbereiten und gegebenenfalls Vorlesungen und  andere Prüfungen verschieben. Der Druck in der Ergänzungsprüfung ist enorm groß, das ganze Studium hängt von einer Prüfung ab und es gibt keine Wiederholungsmöglichkeit. In diesem Fall ist gute Vorbereitung alles.
Im Falle des Kolloquiums ist das ganze ein bisschen anderes. Das Kolloquium dreht sich um deine Bachelorarbeit, das heißt um ein Thema, mit dem du dich schon seit Wochen und Monaten intensiv beschäftigt hast. Trotzdem solltest du dich auch darauf gründlich vorbereiten, es geht schließlich um deine Abschlussnote.

 

Zum Schluss haben wir noch ein paar Tipps, die du während der Prüfung beachten solltest. Antworte möglichst umfangreich auf Fragen. Wenn du eine Antwort nicht weißt, solltest du es ehrlich zugeben und nicht lange drumherum reden. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du  die Frage richtig verstanden hast, frag nach.

 

Wir wünschen allen Schülern, Azubis und Studierenden viel Erfolg bei der nächsten mündlichen Prüfung.

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